Kooperation mit den Kirchengemeinden Oberwälden und Faurndau

Neuigkeiten aus dem Kooperationsausschuss der ev. Kirchengemeinden Wangen, Oberwälden und Faurndau

wie wir nun schon mehrmals in den letzten Gemeindebriefen berichtet haben, arbeitet ein Kooperationsausschuss an einem Modell für eine engere Kooperation der drei Kirchengemeinden Faurndau, Wangen und Oberwälden, die im Rahmen des Pfarrplans 2018 erforderlich ist. Ein Ergebnis dieses Ausschusses war ein Gottesdienstplan, der einige Zusammenlegungen von Gottesdiensten zum Inhalt hatte und ab nächsten Jahr in Kraft getreten wäre, sofern auch der KGR Faurndau diesem Plan zugestimmt hätte.
Unabhängig davon wollen die Kirchengemeinden Wangen und Oberwälden die Zeit bis 2018 nutzen, um die Zusammenarbeit weiter zu optimieren. Der nächste Schritt war eine gemeinsame Klausurtagung am 15. Oktober, wo wir insbesondere über das Kooperationsmodell „Verbundgemeinde“ gesprochen haben. Zwei Referenten der Landeskirche haben uns an diesem Tag detailliert über die Vor- und Nachteile dieser Art des Zusammenschlusses informiert.
Die Verbundgemeinde ist eine von mehreren möglichen Form von Zusammenschlüssen für Kirchengemeinden, von der es momentan nur zwei Realisierungen in der Landeskirche Württemberg gibt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die beiden kooperierenden Gemeinden einen gemeinsamen Kirchengemeinderat bilden, der zusammen mit dem Pfarrer die beiden kooperierenden Kirchen leitet, einen gemeinsamen Haushaltsplan erstellt und für die Erhaltung aller Gebäude in beiden Kirchengemeinden zuständig ist. Wesentlich bei diesem Kooperationsmodell ist, dass beide Gemeinden nach wie vor selbständige Körperschaften des öffentlichen Rechts sind sowie die ursprünglichen Besitzverhältnisse unangetastet bleiben. Dieser gemeinsame Gemeinderat würde durch Teilortswahlen gewählt und eine Sitzverteilung erhalten, die etwa dem Verhältnis der Mitgliederzahlen der beteiligten Gemeinden entspricht. Es könnten nach wie vor die Gemeinderäte in den jeweiligen Gemeinden separat tagen, sofern dies erforderlich ist. Die Vorteile, die eine Verbundgemeinde für Wangen und Oberwälden mit sich bringt,  sind zum einen eine Reduktion von Gemeinderatsitzungen und zum anderen eine beträchtliche Reduzierung des Verwaltungsaufwandes, da die Haushaltspläne der beiden Gemeinden in einen gemeinsamen Haushaltsplan übergeführt würden.
Die Meinung der bei der Klausur anwesenden Kirchengemeinderäte bei der Beurteilung dieses Kooperationsmodell war durchweg nicht negativ und reichte von einem „vielleicht“ bis hin zu der Feststellung, dass man sich so eine Form der Zusammenarbeit gut vorstellen könne. Es blieben am Schluss der Klausur einige Detailfragen offen, die die Referenten nicht aus dem Stehgreif beantworten konnten und deren Antworten in den nächsten Wochen nachgereicht werden. Danach, und sollten dann auch wirklich alle Fragen zu diesem Thema geklärt sein, muss entschieden werden, ob unsere Kirchengemeinden tatsächlich den Schritt in diese Kooperation gehen möchten. Wir sind uns darüber im Klaren, dass eine solche Verbundgemeinde prinzipiell ein guter Schritt wäre, die Kirchengemeinden Wangen und Oberwälden auch mittelfristig attraktiv zu halten, zum Beispiel im Hinblick auf künftige Besetzungen unserer gemeinsamen Pfarrstelle.
Klaus Höflinger & Heidrun Stegmaier